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EFQM 2017

07. April 2014

Ganztagsschule und Übergangsmanagement 2014

Die Konferenz 2014 fand am 7. April in München statt. Aktuelle Themen wie Alphabetisierung, Informationen und Beispiele für das Förderangebot talentCAMPus sowie innovative Formate für Schulabschlüsse bildeten die Schwerpunkte. Die Beiträge finden Sie hier zum Download.




otu.lea steht für: onlinebasierte Testumgebung zur Literalitätsentwicklung von Arbeitskräften:
otu.lea ermittelt literarische und mathematische Kompetenzen von Personen im Grundbildungsbereich. Die Anwendung bietet sowohl Möglichkeiten für den anonymen Einsatz von Zuhause aus, als auch im Rahmen eines Alphabetisierungskurses. Die Aufgaben von otu.lea umfassen Lückentexte und Multiple-Choice-Fragen. Jede teilnehmende Person bekommt einen persönlichen und anonymen Login-Code.

Das Online Tool für die lea Diagnostik - entwickelt von der Uni Bremen - erleichtert die Lernstandsfortschreibung für Teilnehmer/-innen an Alphabetisierungskursen. Das Portal ist sowohl individuell als auch im Kursgeschehen einsetzbar. "Reports" für Teilnehmer/-innen und Kursleiter/-innen dokumentieren die Lernfortschritte. Voraussetzung einer sinnvollen Nutzung ist das Verständnis der lea.- Diagnostik.

Jeweils ein Beispiel für den Report für Teilnehmende sowie Kursleitende finden Sie zum Download rechts. Die Reports für teilnehmende werden pro Dimension ausgegeben und fortgeschrieben: Schreiben, Lesen, rechnen, Sprache; die Reports für Kursleitende sind aufbauend konzipiert und schreiben sämtliche Lernergebnisse der teilnehmenden in vier Spalten für die vier Dimensionen fort. Entscheidend für die Nutzung ist, dass die eingangs bei der Erstanmeldung vergebenen Codes notiert und nachfolgend immer wieder genutzt werden. Für Kursleitende empfiehlt sich mindestens ein Durchgang als Teilnehmende zu absolvieren, um sich einen Überblick über die Aufgaben zu verschaffen.
Schlüssel allein klein
Unterrichtskonzept für die Alphabetisierung Jugendlicher:
In dem vom BMBF geförderten Projekt Alpha Regional werden Schulungen für örtliche Muliplikatorinnen und Multiplikatoren, kommunale Stellen und Betriebe sowie für das Bildungspersonal entwickelt und durchgeführt. Eines der Schulungskonzepte richtet sich an Lehrkräfte, die Jugendliche in verschiedenen Maßnahmen des Übergangssystems Schule-Beruf unterrichten und sich oftmals mit funktionalem Analphabetismus konfrontiert sehen. Workshops zeigen, wie Alphabetisierung in Übergangsmaßnahmen, wie z.B. Kursen zum Nachholen von Schulabschlüssen, integriert werden kann. Das Konzept für die Alphabetisierung Jugendlicher finden Sie in der Präsentation rechts zum Download. Der nächste Termin für die Fortbildung findet am 16.10.2014 in München statt. Auf Wunsch und bei Interesse werden zusätzliche Termine, gerne auch vor Ort Ihrer vhs, eingrichtet. Link zur Anmeldung:
http://www.alpha-regional.de/Kurs/Kurs.aspx?KursID=170



Ausbau der Ganztagsschule in Bayern:
Einen umfassenden Überblick über den Ausbaustand der gebundenen und offenen Ganztagsschule gab Frau Dr. Mönnich von der Serviceagentur "Ganztägig lernen in Bayern". Im Schuljahr 2013/2014 sind 1.374 offene Ganztagsangebote in Bayern eingerichtet und 963 gebundene. Der weitere Ausbau ist bis 2018 gesichert. Ab dem Schuljahr 2014/2015 hat das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (KM) die Pauschalen für externe Kooperationspartner zur Durchführung der Ganztagsschule um 10,2% erhöht. Die Standorte und Mitteilung des KM finden Sie rechts zum Download. Rahmenbedingungen und Eckdaten der Ganztagsschule publiziert das ISB auf der ihrer Homepage "Ganztagsschule in Bayern".

Die Zusammenarbeit zwischen Bildungsträgern und Schulen verbessert sich von Jahr zu Jahr. Nachdem die organisatorischen Anfoderungen langsam zur Routine werden, richtet sich das Augenmerk auf die innovative Qualität der pädagogischen Angebot. Gefragt sind Mut zu attraktiven Lernangeboten, die Schülerinnen und Schüler gerne annehmen! Die rechts zum Download gestellte Präsentation von Frau Dr. Mönnich gibt hierfür einige Anregungen und weiterführende Links. Auf der bundesweiten Homepage "Ganztägig lernen" finden Sie die Dokumentation des Transferforums 2014 und viele viele Anregungen zur Gestaltung der Ganztagsschule.

Save the date: Der nächste bundesweite Ganztagsschulkongress findet vom 12. bis 13.12.2014 in Berlin statt! Ankündigungen auf der bundesweiten Homepage www.ganztaegig-lernen.de



Die Xpert Basiszertifikate für Jugendliche:
Die Xpert Basiszertifikate wurden im Jahr 2007 bundesweit eingeführt und eignen sich für alle jungen Menschen ab der 7. Jahrgangsstufe, die sich auf den Übergang von der Schule in den Beruf vorbereiten oder bereits eine Ausbildung begonnen haben. Die Basiszertifikate ermöglichen den nahtlosen Anschluss an das Europaweite Xpert Lehrgangssystem für Erwachsene:
    • Interkulturelle Kompetenz (40 UE)
    • Sozialkompetenz (30 UE)
    • IT-Kompetenz (60 UE)
    • Wirtschaftskompetenz (30 UE)
Die Basiszertifikate ermöglichen den Jugendlichen, selbstständig in verschiedenen Arbeitskontexten aktiv zu werden und die Verantwortung für die eigene schulische und berufliche Entwicklung zu übernehmen. Im Mittelpunkt des Kursprogramms steht deshalb nicht die vertraute Wissensvermittlung, sondern die spannende Aufgabe, sich selbstständig Kenntnisse anzueignen und praktisch anzuwenden. 

Xpert setzt auf projektbezogenes Lernen und Arbeiten und kooperative Lernformen. Die Xpert Angebote erfüllen die Vorgaben des Europäischen Qualifikationsrahmens für das lebenslange Lernen (EQR). Sie umfassen Fachkenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzentwicklung. Die Zertifikate richten sich an Jugendliche ab der 7. Jahrgangsstufe an allen allgemeinbildenden Schulen (Hauptschulen, Wirtschafts- und Realschulen, Gymnasien).  

An Berufsschulen werden derzeit insbesondere die Zertifikate IT- und Wirtschaftskompetenz sowie Sozialkompetenz eingesetzt.  Sämtliche Konzepte sind flexibel gestaltet und werden maßgeschneidert auf die Anforderungen der verschiedenen Lernergruppen abgestimmt. Das Zertifikat Interkulturelle Kompetenz ist absichtlich in einfacher Sprache gehalten und insbesondere für Haupt- und Mittelschulen mit einem hohen Anteil von Schüler/-innen mit Migrationshintergrund geeignet. Ein Schwerpunkt liegt auf der Konfliktbewältigung im alttäglichen Umgang miteinander.

  • Basiszertifikat Xpert IT-Kompetenz:
    • Prüfungen sind verfügbar für XP / Word + PowerPoint 2003
    • Prüfungen sind verfügbar für Vista / Word + PowerPoint 2007
    • Prüfungen sind verfügbar für Office 2010 (Windows 7)
    • Prüfungen sind verfügbar für Office 2013 (Windows 8)
    • Prüfungen sind verfügbar für Office 2010/2013 barrierefrei
    • Prüfungen sind verfügbar für Open Office
  • Basiszertifikat Xpert Sozialkompetenz
  • Basiszertifikat Xpert Sozialkompetenz mit einem Schwerpunkt auf interkultureller Kommunikation
  • Basiszertifikat Xpert Interkulturelle Kompetenz mit einem Schwerpunkt auf Konfliktlösung
  • Basiszertifikat Xpert Wirtschaftskompetenz
  • Basiszertifikat Xpert Wirtschaftskompetenz in einfachem Deutsch

Sämtliche Xpert Basiszertifikate sind als Standardbausteine für den Einsatz in dem vom BMBF geförderten und vom dvv betreuten Ferienprogramm für Jugendliche von 10 bis 18 Jahren im so gennnaten "talentCAMPus" vorgesehen. Das Förderprogramm eignet sich hervorragend zur Finanzierung der Honorare für Kurslieter/-innen, Arbeitsbücher und Prüfungsgebühren, die ansonsten zumeist über Sponsoring gedeckt werden. Je nach Schulart, Jahrgangsstufe und Zielgruppe lassen sich die Durchführung des Unterrichts und die Prüfungsaufgaben anpassen. Rechts zum Download finden Sie:

          • den Übersichtsflyer,
          • die Lernzielkataloge,
          • das Anmeldeformular für Prüfungen mit Beschreibung des Ablaufes,
          • das Programm des Herdt Verlages, der die Arbeitsbücher für TN/-innen zu den üblichen vhs-Konditionen anbietet. Die Xpert Basiszertifikate sind leicht auf der letzten Seite zu finden.
Der Weg zur Online-Bestellung der Arbeitsbücher:
  • www.herdt.com
  • oben links den HERDT Shopbereich "Volkshochschule" wählen
  • in der Mitte im "Xpert"-Teaser die gewünschte Version wählen (mit Office 2013 oder 2010)
  • es erscheinen in der Rubrik "Xpert - Basiszertifikat" alle Bücher, also neben der IT-Kompetenz auch die Bücher zu "Wirtschaftskompetenz", "Soziale Kompetenz" und "Interkulturelle Kompetenz".



Praxisbeispiele zur Umsetzung von Ferienangeboten im talentCAMPus:
Das Förderprogramm "Kultur macht stark" wird vom BMBF finanziert und als Teilprogramm wird der "talentCAMPus" bundesweit vom dvv organisiert und betreut. Es stehen ausreichend Fördergelder zur Verfügung. In Bayern läuft die Antragstellung eher zäh an. Dabei beträgt die Förderung 100% der Ausgaben und für die Vor- und Nachbereitung sowie die TN-Werbung können Honorarkräfte mit zusätzlich 20% vom Umfang der für die Durchführung geplanten UE beauftragt werden. Außerdem werden 5% der Gesamtausgaben lt. Verwendungsnachweis als Verwaltungspauschale gewährt, die bei Antragstellung bereits mit einzurechnen sind.

talentCAMPus mit dem ProfilPASS für junge Menschen:
Doris Fähr, Leiterin der vhs Eching, stellte das Konzept und seine Durchführung vor. Der ProfilPASS für junge Menschen wird von einigen Volkshochschulen in Bayern für den talentCAMPus eingesetzt. Die Erfahrungen sind durchweg sehr gut. Die telnehmenden Schüler/-innen wirken begeistert mit! Die Präsentation finden Sie rechts zum Download.

Beipsiele durchgeführter und beantragter Ferienprogramme an Volkshochschulen in Bayern:
Viele Volkshochschulen wählen Konzepte zur (Fremd-)Sprachenförderung für ihre Projekte aus. Einige übernehmen bewährte Konzepte und führen diese im talentCAMPus durch, wie z.B. den ProfilPASS für junge Menschen kombiniert mit spielerischen Elementen. Es eignen sich, wie oben bereits beschrieben, ebenfalls die Xpert Basiszertifikate oder einmal ganz anders: die Produktion von Beiträgen für die Hörpfade: http://www.hoerpfade.de! In Bayern noch gar nicht genutzt, wird die Möglichkeit der begleitenden Elternbildung. Beispiele hierfür hat der dvv in einem kurzen Infoblatt zusammengestellt.

Auf der Homepage des dvv finden Sie sehr übersichtliche und umfassende Informationen und Anleitungen zur Antragstellung: http://www.talentcampus.de

Für die Sommerferien müssen Anträge bis Ende Mai eingereicht sein! Es sind ausreichend Fördergelder vorhanden. Übernehmen Sie ein bereits erprobtes Konzept und beginnen Sie mit dem talentCAMPus - selten war eine Förderung so einfach. Das Förderprogramm ist für die Dauer von fünf Jahren geplant. Wenn Sie jetzt starten, können Sie Ihre Angebote noch vier Jahre mit 100% Förderung anbieten. Rechts zum Download finden Sie umfängliche Informationen zur Planung, Antragstellung, Finanzierung und Durchführung Ihres talentCAMPus:

  • Infoblatt
  • Beispiele aus Bayern
  • Ideen aus Bayern
  • Vorschläge für begleitende Elternbildung des dvv
  • Finanzierung


Angebote für Schulabschlüsse mit Medienunterstützung:
          • Medienunterstützung in Präsenzkursen
          • Fächerbezogene blenend-learning Formate
          • Offene Angebote zur Prüfungsvorbereitung
Die Kooperation mit BR alpha für eine sinnvolle Nutzung der GR!PS Lernvideos reicht bereits zwei Jahre zurück. Inzwischen ist das Vorhaben reif für die Umsetzung! Denn GR!PS umfasst nicht "nur" auf höchstem medienpädagogischen Niveau produzierte Lernvideos für Prüfungsfächer sondern auch die Zuordnung der Lernsequenzen zu den Lehrplänen nach Schularten und Jahrgangsstufen (bisher 7. bis 10. Klasse). Bereits ab Ende 2014 ist der sukzessive Ausbau für FOS/BOS geplant unter Verwendung der Telekolleg - Produktionen. Die Lernvideos der 1. Staffel für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch sind bis auf wenige Ausnahmen zwar noch zu lang gehalten, aber die Kürzung auf max. 2,5 Minuten für 6 Lernvideos pro Unterrichtseinheit (45 Min.) ist bereits angelaufen. Die Produktion der 2. Staffel von GR!PS für die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Chemie, Physik erfolgt bereits nach neuem Zuschnitt.

Ergänzend zu den Lernvideos wird eine Mediathek aufgebaut, die den Abruf von Unterrichtskonzepten pro Fach, Jahrgangsstufe und Zielgruppe erlaubt, wobei nicht nur die Lernvideos zugeordnet werden sondern auch weitere für die Unterrichtsdurchführung erforderliche Medien und Materialien.

Was bisher fehlt, sind die Unterrichtskonzepte und damit der Transfer in die Praxis! Der bvv hat mit BR alpha die drei o.g. Formate zur Umsetzung in den nächsten drei Jahren vereinbart. Das BZ Nürnberg hat sich auf den Weg gemacht, um mit 13 Kursleiter/-innen unter Leitung eines Medienpädagogen die hauptsächliche Zuarbeit für die Unterrichtskonzepte in den nächsten zwei Jahren zu leisten.

Für die Volkshochschulen in Bayern bedeutet dies eine enorme Erleichterung für den Ausbau der fächerbeziogenen Angebote für den Erwerb von Schulabschlüssen:
  • der Tranfer von Unterrichtskonzepten wird erleichtert,
  • die Akquise, Auswahl und Beauftragung von Lehrkräften wird vereinfacht,
  • die Attraktivität der Angebote steigt wesentlich,
  • der Fokus auf fächerbezogene Angebote lässt sich im Verbund benachbarter Volkshochschulen leicht zu einem differenzierten Angebot ausbauen,
  • die nach Schulabschlüssen, Fächern und Jahrgangsstufen gegliederten Lernvideos erlauben blended-learning Formate, indem die Präsenzzeiten für die Vertiefung des Lernstoffes aber nicht durchgängig zur Wissensvermittlung dienen,
  • Prüfungsvorbereitungen können inform von Kollegtagen erfolgen, wobei sich die TN/-innen wesentliche und für eine Prüfung relevante Lerninhalte anhand der Lernvideos kombiniert mit Aufgaben individuell aneignen.
Voraussetzung für die Verwirklichung dieser mediengestützten Formate ist die Erarbeitung und Erprobung von Unterrichts- und Lernkonzepten, damit diese in die Mediathek eingestellt und zum Abruf für alle Volkshochschulen verfügbar sind. Darüber hinaus ist geplant, dass Konzepte individuell an die Bedarfe vor Ort einer vhs angepasst und als Varianten in die Mediathek eingestellt werden können. Dies ist insbesondere für eine Zielgruppen spezifische Abstimmung der Konzepte sehr sinnvoll.

BR alpha wird das oben skizzierte Vorhaben beispielhaft auf dem Praxistag vhs-online in Nürnberg am 2. Juni 2014 vorstellen. Wir hoffen sehr, dass zahlreiche Volkschulen an einer aktiven Mitwirkung interessiert sind! Rechts zum Downloaf finden Sie eine etwas ältere Präsentation vom November 2013, die das Prinzip von GR!PS sehr gut veranschaulicht, sowie das Formular zur Interessenbekundung für Ihre aktive Mitwirkung!



Schulabschlüsse mit dem dvv-Lernportal

Die Münchner Volkshochschule hat als Praxisfeld für den Bereich Schulabschlüsse bei der Evaluation des Lernportals fungiert. Das Lernportal wurde ursprünglich für das autonome, unbegleitete Lernen konzipiert und erst nach und nach für eine in den Unterricht integrierte Nutzung angepasst. Für Kursleiter/-innen, die das Lernportal begleitend für Ihren Unterricht als Instrument für eine Teilnehmerorientierte Binnendifferenzierung einsetzen wollen, bedeutet dies eine große Herausforderung. Denn sie müssen sich den Überblick über die Sortierung der Aufgaben und unterlegten Schwierigkeitsgrade hart erarbeiten.

Heinz Glöde, Lehrkraft in Ganztagskursen zur Vorbereitung auf den Haupt- bzw. Mittelschulabschluss an der MVHS, hat sich dieser Aufgabe gestellt und ist bereit, sein Erfahrungswissen an interessierte Kursleiter/-innen komprimiert weiterzugeben. Die Auswertung seiner Erfahrungen mit dem dvv-Lernportal finden Sie rechts zum Downlaod.

Wir beauftragen Heinz Glöde sehr gerne bei Interesse mit der Durchführung von Workshops bei Ihnen vor Ort. Workshop-Termine sind jeweils am Mittwoch und Freitag möglich. Bitte informieren Sie Ihre Kursleiter/-innen und melden Sie uns Ihren Bedarf!